Das Carcinom des Wurmfortsatzes

Abstract

Seitdem Oberndor[er als erster die kleinen Gesehwfilstchen des Dfinndarms trod des Wurmfortsatzes, die morphologiseh h~ufig durehaus einem skirrhSsen Carcinom gleichen, als etwas Besonderes erkl~rte, ist die bis dahin sp~rliche Literatur speziell fiber diese Neubildung der Appendix recht umfangreich geworden. Bereits auf der 11. Tagung der Deutschen patho]ogisehen Gesellschaft zu Dresden 1907 wurde yon allen Diskussionsrednern die eareinomat6se Natur dieser Gesehwfilstchen angezweifelt oder sogar direkt bestritten. Oberndor/er selbst h~]t diese Bildungen flit harmlose Tumoren, die keinerlei Tendenz haben, infiltrativ in die Umgebung vorzudringen, geschweige denn Metastasen zu bilden. Wegen der morphologischen Carcinom~hnlichkeit sehlug er ffir sic die Bezeichnung carcinoide Mil~bildungen des Darmes bzw. des Wurmfortsatzes vor. Es waren zumeist die pathologisehen Anatomen und 0hirurgen, die sich ffir diese besondere Geschwulstart interessierten. Wohl jedem Chirurgen, der nicht ganz im Anfang seiner Laufbahn steht, dfirften, wie H. Burcl~hardt sagt, Fhlle erinnerlich sein, in denen wegen racist ehroniseher Appendicitis operiert wurde nnd bei denen man einen kleinen kugeligen Tumor am Wurmfortsatz land, der sieh histologiseh a]s Careinom auswies. Die Geschwfilste sind im Vergleich zu den vielen Appendektomien doeh immerhin auch Ifir den Chirurgen nicht allt~gliehe Beobaehtungen, ffir den Gyn~kologen stellen sic ein6 grol~e Se]tenheit dar. Es ist wohl deswegen nicht unangebraeht, fiber eine besonders eindrueksvolle Beobaohtung eines Wurmfortsatzcarcinoms zu beriehten.

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